Licht, Licht und noch mehr Licht

Tolle Stimmungsfotos macht man am besten in natürlichem Licht.  Versuchen Sie, Ihre Bilder in der Nähe eines Fensters aufzunehmen - je größer das Fenster, desto breiter und weicher ist das Licht (und umgekehrt). Wenn Sie Fotos von einem Fenster machen wollen, empfiehlt sich eines, das nach Norden oder Süden zeigt. Sie können transparente Vorhänge nutzen, wenn Sie das Licht ein wenig streuen wollen. Probieren Sie, das Licht auf verschiedene Arten aus und schauen Sie, wie es sich auf Ihre Fotos auswirkt. Sie können auch versuchen, Scheinwerfer und Seitenlichter einzusetzen. Schauen Sie sich um und finden die Orte, denen das Licht schön fällt!

Üblicherweise ist es leichter, Fotos im Sommer zu schießen, da die Tage länger und heller sind. Es ist schwieriger, tolle Fotos an kurzen, dunklen Wintertagen aufzunehmen. Wenn Sie trotzdem Bilder an einem düsteren Tag aufnehmen müssen, versuchen Sie, ein großes Fenster zu finden, um so viel Tageslicht wie möglich einzufangen. Alternativ empfehlen wir, dass Sie ein bis zwei Tage abwarten und sehen, ob das Licht sich nicht vielleicht ändert. Andererseits kann auch zu viel direktes Sonnenlicht eine ganz schöne Herausforderung darstellen. Um harte Schatten oder Kontraste zu vermeiden, können Sie eine Lichtdiffusorfolie zwischen der Lichtquelle (Fenster) und Ihrer Linse platzieren. Dazu können Sie zum Beispiel einen leichten Vorhang oder ein Stück weißes Papier verwenden. Unser bester Tipp ist es, Fotos an einem hellen Tag zu schießen. Ziehen Sie Vorhänge und Jalousien beiseite und falls nötig probieren Sie, eine Tür zu öffnen, um ein wenig extra Licht zu bekommen. 

Hand, die einen Kreis aus Licht hält

Blitz, Hintergrundbeleuchtung und Reflektor

Den Blitz zu benutzen sieht normalerweise nie gut auf Fotos aus. Der Blitz sorgt oft dafür, dass man ein zu helles und flaches Objekt vor einem viel zu dunklen Hintergrund hat. Die Hintergrundbeleuchtung kann ein aufregendes Licht schaffen, ist jedoch auf dem Smartphone manchmal schwierig anzupassen.  Das Produkt kann dann auf der Vorderseite sehr dunkel erscheinen -  doch oft lässt sich dies mit einem Reflektor minimieren. Wenn Sie keinen Reflektor oder eine reflektierende Wand zur Hand haben, können Sie mithilfe eines mit Alufolie bedeckten Stück Papiers oder Kartons selbst einen bauen. Durch den Einsatz des  Reflektors sind Sie in der Lage, harte Schatten zu vermeiden. Das macht es einfacher, die kleinen Details eines Produktes zu erkennen. Platzieren Sie den Reflektor gegenüber der Lichtquelle auf der anderen Seite des Produktes und reflektieren Sie so das Licht von hinten zurück auf das Produkt.

Hand, die eine Nikon Kamera hält

Farbton

Achten Sie auf Leuchtstofflampen und anderes künstliches Licht, das Einfluss auf Ihre Fotos haben kann. Künstliches Licht kann die Farbe Ihrer Produkte auf den Fotos verändern (z.B grünliche, rötliche oder gelbliche Färbung). Der einfachste Weg, dies zu vermeiden, ist das Licht auszuschalten, dass die Farbgebung verursacht. Kerzen schaffen Gemütlichkeit, doch es kann sehr schwierig sein, das in einem Foto einzufangen. Die Flamme wirkt häufig sehr stark und weiß und lässt den oberen Teil der Kerze sehr hell aussehen. Die Flamme wirft ein warmes Licht auf die anderen Produkte und dasselbe gilt für Lampen und Spots in der Decke, die Ihren Fotos wahrscheinlich eher schaden.  

Drei Herausforderungen beim Fotografieren

1. Glas, Silber und Spiegel können einen ganz schön ärgern, da sie alles spiegeln! Zunächst fällt es vielleicht gar nicht so auf, aber wenn man genauer hinsieht, kann das ein Foto ruinieren. Wenn Sie Fotos von einem Spiegel machen, können Sie versuchen, diesen leicht zu drehen, sodass ein schönes Objekt in ihm gezeigt wird. Sollten Sie Fotos von Glas und Silber aufnehmen, können Sie einen neutralen Hintergrund hinter sich selbst und der Kamera wählen. Achten Sie auch darauf, dass kräftige Farben, wie etwa ein roter Pullover, leicht auf dem Silber zu sehen sind. 

2. Weiße Produkte können manchmal eine Herausforderung sein. Oft wirken Sie auf dem Bild weißer und sehr flach. Ein Weg, damit umzugehen ist, einen dunkleren Hintergrund zu verwenden oder dunklere Gegenstände auf beiden Seiten des weißen Produktes zu platzieren. Sie können auch versuchen, zwei Stücke schwarze Pappe zu benutzen - aber gehen Sie sicher, dass diese im Bild nicht zu sehen sind. 

3. Räumen Sie Ihr Foto auf, um es schlichter und reiner zu machen. Sollte der Hintergrund störend erscheinen, kann es helfen, einfach einen Schritt zur Seite zu gehen und dem Motiv somit  einen neuen Hintergrund zu verpassen.
Kunden beim Betrachten von Geschirr und Vasen

Ausrichten und zuschneiden

Wenn Ihr Foto anschließend leicht schief aussieht und die Produkte sich zur Seite neigen, sollten Sie entweder ein neues Bild aufnehmen oder den Fehler mit Ihrer Bearbeitungssoftware korrigieren - wenn genug Bild zum Zuschneiden vorhanden ist. Wenn Sie das Shooting durchführen, denken Sie daran, wie und wo die Fotos verwendet werden und passen Sie das Foto an das relevante Format an (Quer- oder Hochformat oder vielleicht beides). Denken Sie in Bezug auf ein potenzielles Zuschneiden des Bildes auch daran, wo Sie die verschiedenen Produkte platzieren.

Buch und Macbook auf einem Tisch

Bilder von oben und tolle Stimmungsfotos

Nicht alle Produkte sind für Fotos aus demselben Winkel gemacht, weil dann beispielsweise einige Proportionen des Produktes fehlen (vor allem, weil die Kamera einen weiten Winkel hat). Wenn Sie die Fotos auf einem Tisch aufnehmen, gehen Sie leicht in die Hocke und visieren Sie das Produkt direkt oder leicht von oben an, sodass man ein wenig von dessen Innenseite sehen kann, wie etwa bei einer Tasse. Manche Produkte machen sich jedoch auch gut auf Bildern direkt von oben und bekommen dadurch einen interessanten Ausdruck. Es kann verlockend sein, Bilder aufzunehmen, die zeigen wie viele Produkte Sie in Ihrem Laden haben aber bitte überdenken Sie dies noch einmal. In vielen Fällen ist es besser, eine Nahaufnahme der Produkte zu machen. Sie sollten entscheiden, ob Sie das Hauptprodukt in einer ruhigeren Umgebung platzieren wollen oder den Fokus auf mehrere Produkte gleichzeitig legen wollen. 

Notebooks on a table with a smartphone

Foto-Apps

Heutzutage haben viele Smartphones einen sogenannten Pro-Modus. Mit diesem Modus sind Sie zum Beispiel in der Lage, selbst manuell ISO, Verschlusszeit und Belichtungskorrektur einzustellen. Sie haben auch die Möglichkeit, eine App auf Ihr Mobiltelefon herunterzuladen oder zu kaufen wenn Sie noch mehr Kameraeinstellungen kontrollieren möchten. Es stehen viele Apps zur Auswahl und wir möchten Ihnen einige besonders ans Herz legen:
  • VSCO (erlaubt es Ihnen, Weißabgleich, ISO und Verschlusszeit einzustellen. Es gibt auch eine Möglichkeit für die Fertigstellung).
  • 645 Pro Mk lll (eine App für Fotografen, die es gewohnt sind, eine professionelle SR-Kamera zu bedienen).
  • Open Camera (Nur für Android verfügbar. Es gibt viele Optionen und regelmäßig werden neue hinzugefügt.)
  • Manual (nur für iOS verfügbar. Erlaubt es Ihnen, Einstellungen wie z.B. Verschlusszeit, Weißabgleich etc. selbst einzustellen).
  • Lightroom (Lightroom ist am besten bekannt für die Bildbearbeitung, aber in der App kann man alles machen, von der Aufnahme des Bildes bis hin zu seiner Bearbeitung). 
  • Camera + (für iOS. Erlaubt es Ihnen, die Belichtung anzupassen, indem Sie mit dem Finger den Bildschirm dort berühren, wo das Licht gemessen werden soll. Sie können eine Stelle fokussieren und die Beleuchtung von woanders aus kontrollieren).
Smartphone, Macbook, Brille und Maus auf einem Tisch

Bearbeitung

Es gibt bereits vorinstallierte Bearbeitungsoptionen auf Ihrem Smartphone, aber wenn Sie mehr als das wollen, können Sie viele gute Apps herunterladen, die Ihnen behilflich sein können: Lightroom, wie bereits erwähnt, eignet sich perfekt für die grundlegende Bearbeitung. Snapseed ist sehr benutzerfreundlich (gute Filter und Effekte). Darkroom bietet nuancierte Filter (bei Fotografen sehr beliebt). Es ist einfach zu bedienen und Sie können die Fotos direkt aus der Bibliothek verwenden. AfterFocus beinhaltet tiefe Unschärfe, die für die Kamera in einem Smartphone nicht möglich ist. 
Wenn Sie eine Spiegelreflexkamera haben, haben Sie ein paar mehr Optionen. Die ISO-Einstellung Ihrer Kamera erlaubt es Ihnen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos zu machen. Ein hoher ISO-Wert gibt den Fotos mehr Licht, aber sie werden auch grundierter. Ein niedriger ISO benötigt viel Licht, aber gibt den Bildern mehr Details. 
Ist das Produkt optimal? Schauen Sie sich die Produkte genau an und stellen Sie sicher, dass sie sich von ihrer besten Seite zeigen. Denken Sie daran, Motive richtig zu spiegeln, entfernen Sie mögliche Preisschilder, Staub, Aufkleber etc. 
HDR: High Dynamic Range Imaging ist eine Technologie, die sie momentan auf vielen Handys finden. Die Idee dahinter ist, dass die Kamera mehrere Fotos desselben Objekts kombiniert. Dadurch werden die Farben und Lichter so gemixt, dass das Foto optimiert wird. Optional können Sie die Kamera automatisch entscheiden lassen, wann HDR gebraucht wird.
Die Blende kontrolliert, wieviel Licht in die Kamera gelassen wird. Je niedriger die F-Nummer ist, desto heller wird das Foto - und gleichzeitig hat das Foto weniger Tiefenschäre. Verschlusszeit: Kontrolliert wie lange der Verschluss Licht in die Kamera lässt. In einem dunkeln Raum oder an einem trüben Tag kann es sich lohnen, eine lange Verschlusszeit zu wählen, doch das wirkt sich auch auf die Schärfe aus. Wenn Sie die Kamera auf eine lange Verschlusszeit gestellt haben, müssen Sie die Kamera komplett still halten. Vermeiden Sie sich bewegende Motive und benutzen Sie gerne ein Stativ. Ein Stativ ist eine gut Investition, denn es ist ein sehr wichtiges Werkzeug, um helle und scharfe Bilder aufzunehmen.
Mit Smartphones haben wir das Glück, oft so viele Bilder aufnehmen zu können, wie wir wollen. Das verbessert unsere Chancen auf den perfekten Schnappschuss. Also nehmen Sie viele Fotos auf und suchen Sie anschließend das Beste heraus.
Die kleine Linse des Handys wird schnell schmierig, auch wenn man es auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht. Das kann jedoch alle Bilder ruinieren, also gehen Sie immer sicher, dass die Linse sauber ist und reinigen Sie zur Not mit einer Ecke Ihres Shirts. Sie können zu diesem Zweck natürlich auch ein Poliertuch kaufen. 
Der einfachste Rat, den wir Ihnen geben können, ist die Grenzen Ihres Smartphones zu kennen, wenn Sie Fotos schießen. Im Zweifelsfall sollten Sie überlegen, ob eine andere Kamera oder ein professioneller Fotograf Ihnen nicht vielleicht doch eher helfen kann, Ihre Fotowünsche zu erfüllen. 
iPad und iPhone, die den Lene Bjerre Websop zeigen

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