Kranich-Print auf blauem Stoff

Der Kranich

Der Kranich ist der Nationalvogel Japans und ein Symbol für Glückseligkeit und Weisheit. Zusammen mit dem Drachen und der Schildkröte stellt der Kranich eines der drei großen mystischen Tiere in der Geschichte Japans dar. 

Der Kranich ist eine der ältesten überlieferten Papierfaltfiguren und verkörpert traditionelles japanisches Origami. Eine japanische Legende besagt, dass wer 1000 Kraniche faltet, einen Wunsch erfüllt bekommt. Üblicherweise hat dieser Wunsch mit einem langen Leben oder Gesundheit zu tun. Auf japanischen Hochzeiten steht der Kranich für Loyalität.

In Verbindung mit Aufrichtigkeit und Weisheit wurde der Kranich für eine Art Mittler zwischen Himmel und Erde gehalten - einem Boten Gottes an die Menschen, der die spirituelle Fähigkeit symbolisiert, das Bewusstsein zu durchdringen. Der weiße Körper des Kranichs ist ein Zeichen für Reinheit und sein roter Kopf steht für die Lebenskraft.

Zen

Der Japandi-Trend ist stark von Zen beeinflusst, was sich in einem schlichten und sauberen Einrichtungsstil widerspiegelt. Das Wort Zen ist japanisch und stammt vom chinesischen Wort “Chan”, was auch Buddhismus bedeutet.

Zen konzentriert sich auf die Kunst der Meditation und die Suche nach Ruhe. Bei Zen geht es darum, Ausgeglichenheit, Harmonie und Ausstrahlung im Zuhause zu schaffen.

Zen ist ein wundervoller Mix aus Minimalismus inspiriert von der Harmonie zwischen Mensch und Natur. Es wird deshalb als ein Lebensstil empfunden, der sich durch die Inneneinrichtung ziehen muss, um erfolgreich zu sein. 

Die Wahl von Materialien, Farben, Position, Dekoration, etc. - alles muss sich in einem Zusammenspiel zusammenfügen, um das wahre Zen-Gefühl zu erzeugen. Möbel müssen ein klares, schlichtes Design haben und die Materialien natürlich sein. 

Sashiko stiching on fabric

Sashiko-Stickerei

Sashiko (“kleine Stiche”) ist eine uralte japanische Sticktechnik, die bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückreicht. 

Es handelt sich um eine einfache Nähtechnik mit einer Nadel, die ursprünglich zum Steppen benutzt wurde, wo mehrere Lagen zusammengenäht werden oder ein Stück Stoff verstärkt wird. 

Die Motive sind oft klassische, geometrische oder organische Muster, wobei die Inspiration dafür häufig aus der Natur stammt. 

Traditionell wird Sashiko mit weißem Faden auf indigofarbene Baumwolle gestickt. Indigo ist ein dunkelblauer Farbstoff mit violettem Stich, der ursprünglich aus Pflanzen gewonnen wurde, heute aber meist synthetisch ist. 

Geishas

Das Wort “Geisha” setzt sich aus den Wörtern “gei” und “sha” zusammen, welche “Kunst” und “Person” bedeuten. Geschichtlich betrachtet ist “Geisha” die Bezeichnung für eine gebildete Frau, die bei Dinnerpartys die Männer mit Tanz und Gesang unterhält. 

In der Vergangenheit wurden junge Mädchen als Mägde in einem Geisha-Haus aufgenommen und in der Kunst, eine Geisha zu sein trainiert. Während ihrer Ausbildung While they were in training, they earned a life-long debt to the geisha house. Ihre Jungfräulichkeit wurde an den Höchstbietenden verkauft, aber in diesem Beruf ging es selten um Prostitution. Wenn es einer Geisha gelang, einen ‘Beschützer’ zu finden, der sie freikaufen konnte, hatte sie die Möglichkeit, ihr eigenes Geisha-Haus zu gründen.

Heutzutage ist die moderne “Geisha” eine Entertainerin, die alten Bräuche am Leben hält. Sie kann tanzen, sie kann die traditionellen Lieder singen und sie kennt die Feinheiten der klassisch japanischen Etikette. Ihre Kunden reichen von Arbeitern über Geschäftsleute bis hin zu Politikern. 

Eine “Geisha” zu sein ist nicht bloß ein Beruf, es ist ein allumfassender Lebensstil für die Frauen. Eine Geisha lebt in einem bestimmten Haus, Okiya genannt, in Stadtteilen, die als  Hanamachi (Blumenviertel) bekannt sind. Die Umgebung in der sie sich bewegt, wird als Karyūkai (die Blumen- und Weidenwelt) bezeichnet.

Geishas sind professionelle Romantiker, die das moderne japanische Volk mit den traditionellen Sitten und Bräuchen des alten Reiches vereinen – als japanische Ehefrauen für die Tugenden der Zurückhaltung und demütigen Ernst standen.

In solch einer Kultur war es notwendig, begabte Frauen zu treffen, die eine unbeschwerte Lebenseinstellung hatten. Solche Frauen waren (und sind) die sorgsam ausgebildeten Geishas.

Wussten Sie...  dass die ersten Geishas ausschließlich Männer waren, die als eine Art Narr auftraten? Heutzutage umfasst due Geisha-Kultur mehr 10.000 Frauen, während es in den 1920ern noch nahezu 80.000 von ihnen gab. 

Shibori

Shibori ist eine Jahrhunderte alte japanische Technik zum Färben von Textilien. Shibori Muster entstehen traditionell durch das Zusammenbinden, Nähen, Falten, Wickeln oder Pressen von Textilien, die anschließend in die gewünschte Farbe getaucht werden. 

Die Muster können auf verschiedenste Art und Weise erzeugt werden und sind niemals identisch, was jedes mit dieser Technik hergestellte Produkt zu einem Unikat macht. 

Goldenes Kintsugi auf schwarzem Tisch

Kintsugi

Kintsugi, auch bekannt als Kintsukuroi, bedeutet “goldene Reparatur” und ist eine japanische Technik bei der beschädigte Keramik mit Lack repariert wird, der mit Gold bestäubt oder mit Puder aus Gold, Silber oder Platin gemischt wird.

Kintsugi ist nicht nur eine Technik, sondern auch eine Philosophie, die viele Gemeinsamkeiten mit der japanischen Philosophie des Wabi-Sabi aufweist, bei der das Fehlerhafte, Unvollkommene im Mittelpunkt steht. Die Anwendung von Kintsugi betont Risse und Reparaturen und erzählt damit die Geschichte des Möbelstücks, anstatt dass die Beschädigung das Ende des Möbels bedeuten würde. 

Kintsugi kann auf die japanische Philosophie des “ohne Bewusstsein” bezogen werden, einen Ausdruck der die Akzeptanz der Verwandlung und das Schicksal einer Sache beschreibt. Die Kintsugi-Technik versucht gar nicht erst, den Schaden zu kaschieren, sondern betont diesen und zeigt offen die “ohne Bewusstsein” Philosophie. Durch die Verwendung Kintsugi wird das Stück wiedergeboren.